Freunde
Freunde. đ„°Â
Ich war 2 Wochen krank. Lebensmittelvergiftung. Ziemlich stark. Gute 10kg verloren. Meine HausÀrztin war kurz davor mich ins Krankenhaus zu schicken.
Es gibt definitiv Schöneres.
Schreibt mich eben ein Freund an: "Geht es dir besser?"
Meine Antwort: "Ja, arbeite seit Mittwoch wieder."
Und was antwortet dieser liebevolle Idiot?
"Mir ist es egal, ob du wieder arbeitest. Aber hauptsache, es geht dir gut. đ"
Da sitzt man dann erstmal da und denkt sich: "Ups. Erwischt."
Denn wieso nutze ich eigentlich "Ich arbeite wieder" als Umschreibung fĂŒr "Es geht mir gut" oder "Ich bin wieder gesund"?
MĂŒssen alle die, die gesund sind, sofort wieder arbeiten?
Ja? Gut, wie definieren wir dann gesund? Wenn keine Symptome mehr vorhanden sind? Wenn man gerade so "fit genug" fĂŒr den Job ist?
Wenn man Zeit hatte, sich nach dem Abklingen einer Krankheit auch entsprechend zu erholen?
Und reden wir dann eigentlich nur von körperlichen Symptomen, oder auch psychischen?
In meinem Fall weiĂ ich, wieso ich das so benutze.
Ich wurde nicht krank zur Schule geschickt. Und meine Eltern vermittelten mir auch bereits sehr frĂŒh, dass es einem spĂ€ter wirklich niemand dankt, wenn man sich krank zur Arbeit schleppt. Da steht dann eben nicht der GeschĂ€ftsfĂŒhrer am letzten Arbeitstag da, sagt: "Danke fĂŒr all die Tage wo Sie sich hĂ€tten krankmelden können. Hier die BonusvergĂŒtung dafĂŒr."
Nein.
Wenn ich in der Schule war, dann weil ich gesund war. Wenn ich auf Arbeit war, dann weil ich gesund war. Insofern ist aus diesem Blickwinkel betrachtet die "logische Verdrahtung" nicht weiter schlimm?
Auch wenn ich sagen muss, dass mir die Betrachtungsweise meines Freundes wesentlich besser gefĂ€llt. đÂ
Dennoch finde ich es gerade in Zeiten von MiMiMiMerz wichtig sich ĂŒber sowas vermehrt Gedanken zu machen.